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Mehr vom Meer!

  • Autorenbild: nicolagrote
    nicolagrote
  • 26. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Heute Nacht wachte ich vom langanhaltenden Hupen eines Schiffes auf. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wenn ich in meinem Bett liege, kann ich das hören. Zum Beispiel, wenn Kreuzfahrtschiffe aus dem Hafen von Cadiz auslaufen. Oder wenn Schiffe sich bei Nebel durch Hupen bemerkbar machen. Ich wohne nur drei Minuten zu Fuß von der Atlantikküste entfernt. Oft kann ich auch das Rauschen der Wellen hören. Vor allem bei auflandigem Wind. Dann gefällt es mir, in meinem kuscheligen Bett zu liegen und mich aus dieser "sicheren Perspektive" an so einige nächtliche, ungemütliche Segeltörns zu erinnern.

Wenn die Wellen das Schiff hoch und runter hoben und querlaufende Wellen über Deck schlugen. Es keine Zeit zur Ruhe gab, nur ständige Anspannung und Konzentration darauf, richtig zu handeln. Von Dunkelheit umgeben, bloß zeitweise unterbrochen durch das Auftauchen des Mondes zwischen den dahinjagenden Wolken.

Oder, wie wir bei stürmischem Wind und peitschendem Regen, das Steuer fest in der Hand, das Vorderschiff nur noch erahnen konnten und in die schwarze Nacht segelten.

Oder als wir nach einem langen und anstrengenden Törn, den sicheren Hafen endlich vor Augen, uns wegen einer sich aufbauenden Gewitterfront entscheiden mussten, ins offene Meer abzulaufen. Und wie großartig, wenn sich dann die Nacht und das Unwetter auflösten, die Sonne mit wärmenden Strahlen am Horizont aufging und uns leichte Winde in die gewünschte Richtung wehten.

Wir haben als Familie einige Jahre auf dem Schiff im Mittelmeer und der Karibik gelebt, darüber gibt es viele Geschichten zu erzählen. Wenn ihr daran Interesse habt, lasst es mich wissen.


Jetzt vom Land aus erlebe ich das Meer natürlich anders., Aber es bleibt für mich jeden Tag aufs Neue spannend und ist immer wieder eine Energie- und Inspirationsquelle. Allein schon meine "morning-runs" mit dem Blick auf den Atlantik. Auch wenn ich nicht gut geschlafen habe, mich Sorgen drücken und ich meinen inneren Schweinehund überwinden muss aufzustehen und loszulaufen - ja, das gibt es natürlich auch - sobald ich das Meer sehe, rieche, höre, fällt jegliche Schwere von mir ab und Glückshormone übernehmen die Führung.


Wenn ich beim Romanschreiben nicht weiterkomme, sei es, weil ich eine Schwachstelle im Plot entdecke, mir eine Figur zu eindimensional erscheint, eine Szene zu langatmig ist, ich mit einem Dialog unzufrieden bin, egal, welches Problem es ist, ich klappe meinen Laptop zu, packe mein Notizbuch ein und gehe in meine Lieblingsstrandbar. Mit einem Café cortado (das ist ein Espresso mit einem Schuss Milch) und dem Blick aufs Meer, hat sich bisher jeder Schreibfrust aufgelöst Der dann entstandene Text ist zwar nicht immer das Non Plus Ultra, aber ich kann später am Laptop wieder weiterarbeiten, bin wieder im Flow.


Und ich brauche wohl niemandem erzählen, welch ein Genuss ist es, mit einem Buch am Strand zu sitzen und zu lesen.

Oder einfach gar nichts zu tun: Nur im warmen Sand zu sitzen, aufs Wasser zu schauen und tief durchzuatmen.

Was wollen wir mehr? Meer!

 
 
 

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