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Wie Hanna in die Bücherwelt kam

  • Autorenbild: nicolagrote
    nicolagrote
  • 22. März 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Meine Webseite ist fertig und das macht mich happy! Um ehrlich zu sein, alleine hätte ich das nicht geschafft. Meinen Kindern ein dickes Dankeschön für ihre großartige Unterstützung!


Heute möchte ich euch noch etwas zu der Entstehungsgeschichte meiner Protagonistin Hanna erzählen. Ich schrieb ja schon, dass ich vor drei Jahren allein mit dem Rad von Mannheim nach Frankreich unterwegs war. Ziemlich großspurig hatte ich gegenüber allen Skeptikern dieses Vorhabens behauptet, das sei doch kein Problem. Stimmte aber nicht. Es passierten gleich am ersten Tag so viele Missgeschicke, dass ich mir überlegte daraus eine Geschichte zu machen.


Einige Wochen später, auf einem Radausflug zuhause in Südandalusien, erinnerte ich mich wieder daran. Ich, sah eine Frau auf einem Mountainbike mit zwei vollgepackten Satteltaschen die ansteigende Straße hochstrampeln. Es war im August in der prallen Mittagshitze. Beim Näherkommen bemerkte ich ihren hochroten Kopf und die verschwitzten, angeklatschten Haare. Ich kam ihr entgegen, hatte leichte Fahrt bergab, brauchte nicht mal zu treten.. Der Frau, ich schätzte sie auf Mitte 50, lief der Schweiß über die Stirn und sie warf mir so einen gequälten, unglücklichen Blick zu, dass mir ganz anders wurde. Ich wollte ihr Mut machen, ihr zulächeln, aber bevor ich reagieren konnte, war ich schon an ihr vorbeigesaust. Ich musste den ganzen Tag immer wieder an sie denken und hoffte, dass sie es nicht mehr weit bis zu ihrem Ziel hatte. Ich stellte mir vor, sie wollte nur noch zu dem wenige Kilometer entfernten Hafen, um von dort mit der Fähre nach Cadiz zu fahren und erstmal für einige Tage eine Ruhepause einzulegen. Ich malte mir ihre Geschichte weiter aus. In Cadiz würde sie sich unsterblich in einen temperamentvollen Flamencotänzer verlieben, alle ihre Pläne über den Haufen werfen und gar nicht mehr weiterfahren wollen....


Ich weiß, ich habe eine blühende Fantasie. Daran hat es mir noch nie gefehlt.

Ich liebe es, mir Geschichten auszudenken: Was wäre wenn?

Ja, was wäre wenn eine Frau mit Mitte 50 alles hinter sich lässt und auf unbestimmte Zeit alleine mit dem Rad losfährt? Welche Motivation könnte dahinter stecken? Warum würde sie das wollen? Was könnte da passiert sein?

Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Vorstellung. Aber in meinen Gedanken sah ich plötzlich deutlich eine Frau in genau diesem Alter vor mir. Und ich wusste sofort ihren Namen. Sie hieß Hanna.

Ich kann nicht sagen, wie ich auf den Namen kam. Ich kenne persönlich keine Hanna. Jetzt brauchte ich noch einen passenden Familiennamen. Bei der Recherche stieß ich auf den Namen Kirschbaum.

Hanna Kirschbaum. Gefiel und gefällt mir. Und mit diesem Namen sah ich Hanna direkt vor mir. Dunkelblonde, schulterlange Haare, einen offenen Blick und ein freundliches, etwas scheues Lächeln. Durchschnittliche Größe, molliger Typ, Für mich war klar, Hanna ist ein Genussmensch. Ich mochte sie sofort. Und nun wusste ich auch, wohin Hanna von Deutschland aus fahren wollte.

Nach Paris.

Warum? Ich bin ein Frankreichfan., habe auf der französischen Karibikinsel Martinique gelebt, bin viel mit der 2CV-Ente und im Campingbus durch Frankreich gereist. Ich mag die Sprache, die französische Küche, die französische Lebensart.

Aber jetzt musste ich einen einleuchtenden Grund finden, warum meine Protagonistin Hanna unbedingt nach Paris fahren wollte. Und dann auch noch auf dem Fahrrad, wo Hanna mit sportlichen Herausforderungen doch nichts am Hut hatte.

Schließlich kam mir die Idee mit der TV Doku über die fahrradfreundliche Stadt Paris, Aber mir fehlte immer noch der Background, warum sich Hanna auf so eine anstrengende Reise einlassen sollte.

Viel, viel Brainstorming am Schreibtisch, viele Strandspaziergänge mit einem Notizbuch, viele schlaflose Nächte und so langsam fügte sich wie bei einem Puzzle Hannas Persönlichkeit und ihre Lebenssituation zu einem ganzheitlichen Bild zusammen.

Als Hanna nach ihrer unerwarteten Kündigung in eine Krise stürzte, begriff sie, es wurde höchste Zeit, sich endlich um sich selbst zu kümmern, ob das ihrem Mann und Kindern passte oder nicht.. Hanna entschied, allein auf ihrem Hollandrad nach Paris zu fahren.. Und "Weil das noch nicht alles ist" ging’s jetzt erst richtig los...


Wer die Geschichte noch nicht kennt, ist hoffentlich neugierig geworden und möchte mehr von Hannas Abenteuer erfahren. Ich würde mich freuen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen meines Buchs.

 
 
 

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